Ross Watson provoziert Vatikan
Der australische Maler Ross Watson stellt sich mit einem neuen Gemälde gegen den HIV-Präventions-boykott und schwulenfeindliche Kommentare des Vatikans. Mit der Porno-Ikone Francois Sagat als Model hat Watson ein Bild von Michelangelo Caravaggio ins Heute übersetzt: "Die Kreuzung Petri", entstanden um 1602. Weil Sagat sich nachhaltig für Safer Sex und Aufklärung in Sachen HIV engagiere, habe er ihn an Stelle von Petrus dargestellt.
"Es erscheint mir nur angebracht, Francois Sagat als zeitgenössischen Heiligen zu zeigen, immerhin hilft er dabei, Leben zu retten, anstatt zu Krankheit und Tod von Millionen beizutragen", erklärt Watson.

Damit provoziert Watson offensiv den Kirchenstaat, der sich in öffentlichen Stellungnahmen weiterhin gegen den Gebrauch von Kondomen stellt, was vor allem für Länder der "Dritten Welt" verheerende Folgen hat. Auch den Aussagen von Kirchenobrigen, die Homosexualität und Pädophilie in direkten Zusammenhang setzen, will Watson mit seinem Werk eine klare Absage erteilen.
Das Bild wird neben mehr als 150 weiteren Werken des Künstlers in dem Kunstband Untitled # zu finden sein, der im Oktober vom Bruno Gmünder Verlag veröffentlicht wird. Damit erscheint erstmals ein umfassender Überblick über Watsons Gesamtwerk, dessen realistische Gemälde weltweit zahlreiche Bewunderer und Sammler haben - darunter auch Pop-Legende Elton John und Jake Shears, Frontmann der Band Scissor Sisters.


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