Schutzbehauptung der Deutschen Bischofskonferenz falsch

Schutzbehauptung der Deutschen Bischofskonferenz falsch:

Hinter kreuz.net stehen Mitarbeiter aus höchsten Kirchenkreisen

Der Aktion STOPPT KREUZ.NET des Bruno Gmünder Verlages liegen Informationen vor, aus denen hervorgeht, dass hinter kreuz.net Personen aus dem kirchlichen Dienst stehen. Die anders lautende Aussage der Deutschen Bischofskonferenz ist falsch und behindert das Vorgehen gegen kreuz.net. Zudem wächst der Eindruck, dass es ein stilles Einverständnis der katholischen Kirche mit der extremen Homophobie und verbalen Gewalt von kreuz.net gibt.

(Berlin) Der Berliner Bruno Gmünder Verlag hat am 5. Oktober eine Belohnung von 15.000 Euro für Informationen über die Hintermänner des Internetportals kreuz.net ausgesetzt. Die Seite hatte den Entertainer Dirk Bach nach dessen Tod als „Homo-Gestörten“ und sexuell krank bezeichnet. Die Aktion STOPPT KREUZ.NET stieß auf ein breites Echo in den Medien und in sozialen Netzwerken. Inzwischen sind zahlreiche Informationen zu den Hintermännern von kreuz.net eingegangen. Ein Termin bei der Staatsanwaltschaft Berlin zur Übergabe der bisherigen Informationen wurde seitens Rechtsanwältin Kraus initiiert. Die Kampagne hat derzeit mehr als 2.000 aktive Unterstützer und einen weit größeren Sympathisantenkreis. Die Spendensumme ist auf über 22.000 Euro angestiegen. Aber die katholische Kirche will sich trotz allem nicht an den Nachforschungen zu den Machern von kreuz.net beteiligen: Ein Brief des Bruno Gmünder Verlags an die Deutsche Bischofskonferenz vom 10. Oktober 2012, in dem diese von den Kampagnenmachern zu einer solidarischen Zusammenarbeit eingeladen wird, ist unbeantwortet geblieben.

Das ist besonders bedauerlich, weil die jüngst veröffentlichte Stellungnahme der Deutschen Bischofskonferenz, dass „niemand im kirchlichen Dienst für kreuz.net tätig“ sei, wohl nicht der Wahrheit entspricht. Der Aktion STOPPT KREUZ.NET liegen Informationen vor, die starke Hinweise darauf enthalten, dass kreuz.net tatsächlich von Personen aus dem kirchlichen Dienst betrieben werden soll. Darunter sogar auch solche aus höchsten Kirchenkreisen. Noch höher soll die Zahl von angeblich für die Kirche arbeitenden anderweitigen Personen sein, die an kreuz.net Informationen liefern, für die Seite Artikel schreiben bzw. deren Veröffentlichung auf der Hetzseite bereitwillig oder unwidersprochen zulassen.

Vor diesem Hintergrund entsteht der Verdacht, dass man sich bewusst auf beschwichtigende Lippenbekenntnisse beschränkt. Dadurch wird ein erfolgversprechendes Vorgehen gegen die Hass-Seite torpediert.

Hinzu kommt die Beobachtung, dass der Schwulenhass von kreuz.net nur die extreme Version einer auch in der Amtskirche zunehmend vorhandenen Homophobie ist. Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Bischofskonferenz in ihren Stellungnahmen bislang noch nie explizit vom Schwulenhass der Internetseite distanziert hat.

Tino Henn, Vorsitzender der Geschäftsführung: Da es uns vor allem darum geht, dass die Macher von kreuz.net zur Verantwortung gezogen werden und die Hetze dieser Seite ein Ende findet, bieten wir der Bischofskonferenz erneut unsere Mitarbeit an.

Berlin, 22.10.2012

veröffentlicht in Allgemein, Veröffentlichungen, Veranstaltungen, Interviews, Features, Videos, Fotografie, Comic, Ankündigungen am 22.10.2012

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